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Kamera & Zubehör / 037

Eine Gegenlichtblende im Fotoalltag nutzen

Nutze die passende Gegenlichtblende gegen Streulicht und erkenne Situationen, in denen Form oder Position stören.

Kameraobjektiv mit tulpenförmiger Gegenlichtblende

Eine Gegenlichtblende schirmt die Objektivfront gegen Licht außerhalb des vorgesehenen Bildwinkels ab. Das kann Reflexe und Kontrastverlust verringern, beseitigt aber nicht jede Spiegelung und jede Gegenlichtsituation. Sie bildet außerdem einen kleinen Abstand vor dem Glas, ist jedoch kein garantierter Stoßschutz.

Verwende die für das Objektiv vorgesehene oder nachweislich zum Bildwinkel passende Blende. Eine zu lange Ausführung kann besonders am kurzen Ende eines Zooms in den Ecken erscheinen. Eine tulpenförmige Blende muss richtig ausgerichtet sein. Prüfe, ob sie vollständig einrastet und nicht teilweise verdreht sitzt.

Mache bei seitlichem Licht einen Vergleich mit korrekt befestigter und ohne Gegenlichtblende. Halte Ausschnitt und Belichtung gleich. Suche nach Kontraständerungen, farbigen Reflexen und ausgewaschenen Bereichen nahe der Lichtquelle. Der Unterschied kann einmal klein und ein anderes Mal deutlich sein. Die Wirkung hängt davon ab, wo unerwünschtes Licht eintritt.

Steht die Sonne oder eine andere helle Quelle im Bild, kann die Blende sie nicht abschirmen, ohne zugleich den Ausschnitt zu verdecken. Ändere den Winkel leicht oder platziere die Quelle hinter einer Baum- beziehungsweise Gebäudekante, wenn Reflexe stören. Prüfe das gesamte Foto, denn eine kleine Bewegung kann einen Reflex auf einen wichtigen Motivteil verschieben.

Achte bei eingebautem Blitz und kurzem Abstand auf den Schatten der Gegenlichtblende. Objektiv und Blende können einen Teil des Blitzlichts blockieren und unten im Bild einen dunklen Bereich erzeugen. Entferne die Blende, wenn Anleitung und Situation das nahelegen, oder verändere die Beleuchtung. Kontrolliere das Ergebnis, statt vollständige Ausleuchtung jeder Kombination vorauszusetzen.

Eine Gegenlichtblende kann den Zugriff auf einen Frontfilter erschweren. Beim Drehen eines Polfilters dürfen sich weder Blende noch Filter lösen. Manche Bauformen haben eine Öffnung, andere müssen kurz abgenommen werden. Zwinge die Finger nicht zwischen enge Teile, wenn du dadurch Glas berührst oder einen Anschluss verkantest.

Zum Verstauen lässt sich manche Blende umgekehrt aufsetzen. Bringe sie vor dem Fotografieren wieder in Arbeitsposition. Umgekehrt schirmt sie nicht ab und verdeckt möglicherweise Fokus- oder Zoomring. Prüfe sie nach einem Stoß auf Risse und lockeren Sitz. Die sinnvolle Gewohnheit lautet: korrekt befestigen und die wenigen Situationen beachten, in denen sie behindert.